Niedrig-Energie-Haus | Harmonikales Bauen | Raumtherapie | Farblehre | Feng Shui

Niedrig-Energie-Haus - Umwelt berücksichtigen

 

Der Begriff „Niedrig-Energie-Haus“ (NEH) ist in den 70iger Jahren entstanden, als man versuchte sogenannte Nullenergiehäuser zu konstruieren. Damals scheiterte man jedoch an den hohen Kosten und als bescheidenere Zielsetzung wurde das Niedrig-Energie-Haus entwickelte. Schon 1991 waren die Schweden mit dem „Nybyggnadsregler“ als Standart Vorreiter auf dem Gebiet.

 

Bereits 1990 nahm ich während meines Studiums am Hebel Studentenwettbewerb zum Thema „Niedrig-Energie-Haus mit dem Hebel Baukastensystem - Ein Beitrag zum Umweltschutz“ teil. Damals in Deutschland ein fast unbekanntes Terrain.

 

Da es für NEH keinen einheitlichen Status gibt, wird der Begriff durch die Festlegung der Energiekennzahl definiert. So sind Förderungen für diese Bauweise auf die jeweilige Energiekennzahl bezogen. Der Heizwärmebedarf von Niedrigenergiehäusern liegt zwischen 40 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (KWh/m²a) und 79KWh/m²a, je niedriger, desto höher die Förderung.

 

Die Energieeinsparung wird in erster Linie durch eine vernünftige Dämmung der Außenhaut, Fenster und Türen mit einem niedrigen Wärmedurchlass, hoher Winddichtigkeit und einer fortschrittlichen Haustechnik erreicht. Oft werden auch erneuerbare Energien wie Solarenergie, Wasserkraft, Windenergie, Bioenergie und Geothermie ausgeführt.

 

Mit der neuen Energiesparverordnung (EnEV) wurde der Wärmebedarfsausweis für alle Gebäude eingeführt (Österreich & Deutschland). Damit wird man den vielfältigen Situationen im Hausbau gerecht und ein Vergleichen der Gebäude ist leichter möglich.

 

NEH sind inzwischen fast ganz europaweit Standard. Man spricht vom „Drei Liter Haus“ wenn der Heizwärmebedarf zwischen 16-39KWh/m²a liegt, vom „Passivenergiehaus“ bei max. 15KWh/m²a und vom „Nullenergiehaus“ bzw. „Energiegewinnhaus“ wenn sich der Verbrauch bei 0 KWh/m²a befindet. Erzeugt das Haus mit seinen Bewohnern selbst Energie, spricht man vom „Energie-Überschuss-Haus“.

 

Bei Altbauten liegt der Wärmebedarf zwischen 80 und 300. Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr.

 

Harmonikales Bauen - Proportionen beachten

 

Harmonikales Bauen befasst sich mit „harmonikalen Strukturen“. Diese finden sich im ganzen Universum, d.h. sowohl auf unserem Planeten, der Erde, als auch verständlicherweise in ihrem kleinsten und größten denkbarem Umfeld (Pflanzen, Kristallen, Wassermolekülen).

 

Schon seit Menschengedenken versucht man diese Strukturen zu erkennen und zu ordnen.

 

Im asiatischen Kulturraum findet man die ältesten Aufzeichnungen. In der griechisch-abendländischen Kultur verfassten die Pythagoräer wertvolle Schriften zum Thema. Die bekanntesten Schriften stammen von Kepler und lauten die „Fünf Bücher der Weltharmonik“.

 

Kepler teilte die Bücher in Arithmetik, Geometrie, Musik, Astrologie und Astronomie ein. Es sind Aufzeichnungen über mathematische Gesetzmäßigkeiten und deren Proportionen. Als Proportionen wird das Verhältnis zweier Strecken zueinander bezeichnet. In der Musik wird eine Saitenlänge eines Instrumentes in einem bestimmten Verhältnis geteilt um bestimmte Intervalle zu erreichen (pythagoräischer Monochord). In der Musik sind diese Gesetzmäßigkeiten zu jeder Zeit und bei allen Völkern bewusst oder unbewusst angewandt worden. Da sich die gleichen Proportionen auch bei vielen Bauwerken nachweisen lassen, kann man sagen Musik verkörpert die Harmonik in der Zeitdimension, Architektur in der Raumdimension.

 

Am bekanntesten dürfte der „Goldene Schnitt“ sein, der die Diskussion um das Teilungsverhältnis von Strecken beinhaltet, wie Strecken geteilt werden sollen um als besonders harmonisch bzw. schön empfunden zu werden. Bereits der Mathematiker Euklid (365 – 300v Christus) beschäftigte sich mit dem „Goldenen Schnitt“. Der berühmte Architekt Le Corbusier (1887 - 1965) verfasste das Werk„Der Mensch im Goldenen Schnitt“. Dabei ordnete er den menschlichen Proportionen eine bestimmte Zahlenfolge, die sogenannte Fibonacci-Reihe, zu. Addiert man zwei aufeinander folgende Zahlen ergeben sie die folgende Reihe: 1:1:2:3:5:8:13 usw.. Die Verhältnisse der Zahlen entsprechen zugleich auch musikalischen Intervallen: 1:2 = Oktave, 3:5 = große Sexte, 5:8 = kleine Sexte. In der Musik entsteht damit eine bestimmte Klangqualität, die vom Ohr als harmonisch empfunden wird, in der Architektur werden bestimmte Streckenverhältnisse als wohltuend für das Auge empfunden.

 

Aktuell versucht man inzwischen auf der Basis alter, indischer Tonsysteme harmonikal berechnete Häuser zu bauen. So wird als Beispiel, das harmonikale Maß 5:8 = 0,625 mit Temperament, Sympathie und Entwicklung assoziiert.

 

Harmonikales Bauen schafft Harmonie, indem es Gebäude, Gebäudeteile und Einrichtungsgegenstände in den Proportionen zueinander und zur Umgebung fügt. Wenn man Musik und Architektur in einen Bezug bringt und bestimmte Maße und Proportionen berücksichtigt, lassen sich in Wohnräumen „musikalische Raumschwingungen“ erzeugen, die sich in Harmonie mit kosmischen Energien befinden. Dies fördert aktiv das Wohlbefinden der darin lebenden Menschen. Beim Harmonikalen Bauen werden natürliche Materialien wie Holz, Stein oder Lehm.

 

Das Ziel des Harmonikalen Bauens ist es, Räume (sowohl Außen- wie Innenräume) so zu gestalten, dass sie aktiv zu Gesundheit und Wohlbefinden von Körper, Geist und Seele beitragen.

 

Neueste Untersuchungen zeigen auf, wie direkt Schall und Schallvibrationen den Menschen in seiner Gesundheit beeinflussen. Das Auftreten von Krankheiten bei starker Belastung mit Schallwellen ist bekannt. Warum sollten Frequenzen nicht den Gesetzen der Harmonik unterliegen? Dieses Kapitel ist jedoch noch zu unerforscht und sehr umstritten um gesicherte Informationen bekannt geben zu können.

 

Raumtherapie - positive Einflüsse verstärken

 

Raumtherapie ist im Prinzip die Fortsetzung des Harmonikalen Bauens mit Berücksichtigung der vorgegebenen Situation, die oft in einem unausgeglichenen Zustand vorhanden ist.

 

Raumtherapie ist ein ganzheitlicher Ansatz der sämtliche Einflussfaktoren berücksichtigt die sich positiv und negativ auf den Menschen, sein Wohlbefinden und seine Gesundheit auswirken.

 

Als Raum wird sowohl das kleinste Zimmer eines Gebäudes als auch das ganze Haus oder der Freiraum (z.B. ein Garten) oder städtebauliche Räume (ganze Dörfer und Städte) gesehen.

 

Vermieden werden bedrohliche Spitzen, Kanten, dunkle Ecken oder beengende Begrenzungen aber auch Kunststoffe oder Lacke mit giftigen Ausdünstungen. Gebaut wird gerne mit natürlichen Materialien wie Holz, Lehm, Stein auf eine offene Bauweise, ist aber nicht so zwingend, da auch Beton oft zum Einsatz kommt.

 

Die Raumtherapie bezieht Raum, Licht, Türen, Fenster, Farben von Wand und Böden und vieles Mehr in die Planung mit ein. All diese Faktoren sollen eine Einheit bilden und mit Formen und Farben Harmonie ausstrahlen. Diese Stimmung wirkt sich positiv auf die Bewohner aus: "Harmonie ist die Voraussetzung für Wohlbefinden und wer sich wohl fühlt ist gesünder."

 

Farblehre - Farben bewusst einsetzen

 

 

Wie Musik so unterliegen auch Farben bestimmten mathematischen Gesetzmäßigkeiten. Besser bekannt unter Frequenzen der einzelnen Farbspektra.

 

Die Farbenlehre beschäftigt sich mit vielen, unterschiedlichen Facetten von Farbe: Die Entstehung des Farbreizes, Gesetze der Farbmischung, Wirkung von Farben und vieles mehr.

 

Farben verhalten sich unterschiedlich zueinander. In unserem Kulturraum hat man drei Grundfarben (Rot, Gelb und Blau), aus denen alle anderen Farben gemischt werden können definiert.

 

Jede Farbe übt auf den Betrachter einen bestimmten Reiz aus, der charakteristisch für diese Farbe ist. Dennoch empfindet jeder Mensch Farben etwas anders. Dies geschieht aufgrund ihrer unterschiedlichen Natur und aufgrund der Tatsache, dass zu einer Farbbezeichnung viele verschiedene Farbtöne gehören.

 

Nehmen wir zum Beispiel die Farbe Gelb: Gelb ist die Farbe der Sonne. Sie vermittelt Licht, Heiterkeit und Freude. Nimmt man jedoch schmutzige Gelbtöne können diese negative Assoziationen wie Täuschung, Rachsucht, Pessimismus, Egoismus, Geiz und Neid vermitteln.

 

Feng Shui - Harmonie erreichen

 

Feng Shui kommt aus dem Chinesischen und bedeutet „Wind und Wasser“. Das Ziel ist eine Harmonisierung des Menschen mit seiner Umgebung. Diese soll durch eine spezielle Gestaltung der Wohn- und Lebensräume erreicht werden. Die Prinzipien des Feng Shui können bei der Haus-, Wohnungs- und Gartengestaltung, wie auch bei der Einrichtung von Räumen, auch Stadträumen, berücksichtig werden. Dabei kommen unterschiedliche Regeln zur Anwendung. Es soll sichergestellt werden, dass die Energie immer „fließen“ kann und sich keine sogenannte „verstockte Energie“ im Raum festsetzt. Diese Energie wird " Qi" genannt.

 

Feng Shui basiert auf chinesischen Philosophiesystemen, wie der Yin-und-Yang-Lehre, den nach den Himmelsrichtungen ausgerichteten acht Trigrammen sowie der Fünf-Elemente-Lehre und ist Teil der daoistischen Philosophie.